Warum gerade Sound of Music?
In Österreich und Deutschland kennen viele „The Sound of Music“ nur vom Hörensagen – hierzulande ist eher der deutsche Spielfilm „Die Trapp-Familie“ aus den Fünfzigerjahren ein Begriff. Für Gäste aus den USA, Großbritannien oder Asien ist der Film von 1965 dagegen ein Klassiker, und Salzburg ist für sie die Stadt von Maria und den Trapp-Kindern.
Für Sie als Salzburgerin, Wiener oder Gast aus Deutschland lohnt sich der Blick trotzdem: Die Drehorte gehören zu den schönsten Plätzen der Stadt, und viele sehen heute noch fast so aus wie damals. Barockgärten, ein Schloss am Weiher, ein Glaspavillon und eine gelbe Basilika am See – eine ideale Kulisse für Paar-, Verlobungs- und Hochzeitsfotos, auch ganz ohne Filmbezug. Und wer Gäste aus dem Ausland hat, schenkt ihnen damit eine besondere Erinnerung.
Mirabellgarten: Do-Re-Mi zwischen Blumenbeeten
Im Mirabellgarten endet das Lied „Do-Re-Mi“. Die Stufen beim Pegasusbrunnen, der Brunnen selbst, der grüne Laubengang und der Zwergelgarten kommen in der Szene vor – im Hintergrund thront die Festung Hohensalzburg. Für Fotos ist das die einfachste Station: zentral, öffentlich und sehr fotogen.
Genau deshalb ist hier tagsüber viel los. Am frühen Morgen sind die Beete frisch und die Stufen leer genug für ein nachgestelltes Sprungfoto. Weil der Marmorsaal im Schloss Mirabell ein sehr beliebter Trauungsort ist, sind vor allem am Samstag oft Hochzeitsgesellschaften im Garten unterwegs – ein schöner Anblick, aber planen Sie etwas Geduld ein.
Der Pavillon im Schlosspark Hellbrunn
Der Glaspavillon aus der Szene „Sixteen Going on Seventeen“ stand ursprünglich in Leopoldskron und befindet sich heute im Schlosspark Hellbrunn im Süden der Stadt. Er ist bei Paaren und für Heiratsanträge besonders beliebt.
Die Türen sind in der Regel geschlossen, fotografiert wird also außen: an die Glaswand gelehnt, auf den Stufen oder beim Spaziergang durch den Park. Hellbrunn ist deutlich ruhiger als der Mirabellgarten, und mit Schloss und Wasserspielen lässt sich gut ein ganzer Vormittag gestalten. Öffnungszeiten und saisonale Zugänge sollten Sie vorab prüfen.
Leopoldskron, Frohnburg und Nonnberg mit Rücksicht
Schloss Leopoldskron mit seiner Terrasse am Weiher diente als Seeseite der Trapp-Villa. Heute ist es ein privat geführtes Hotel und Tagungszentrum; das Gelände ist den Gästen vorbehalten. Den klassischen Blick haben Sie aber ohnehin vom öffentlichen Weg am gegenüberliegenden Ufer des Leopoldskroner Weihers – mit Schloss, Wasser und Untersberg im Hintergrund, besonders schön am Abend.
Schloss Frohnburg, die Vorderseite der Filmvilla, wird heute von der Universität Mozarteum genutzt und ebenfalls von außen fotografiert. Das Stift Nonnberg, in dem Maria Novizin ist, ist ein lebendiges Benediktinerinnenkloster: Der Weg hinauf und der Blick über die Altstadt sind wunderbar, vor Ort bitte leise und zurückhaltend bleiben, vor allem zu Gebetszeiten.
- Residenzplatz: der Brunnen, an dem Maria in „I Have Confidence“ vorbeitanzt.
- Mozartsteg: der Fußgängersteg über die Salzach aus „Do-Re-Mi“.
- Felsenreitschule: Schauplatz des Festivalkonzerts – Zugang je nach Veranstaltung und Führung.
Basilika Mondsee: die Hochzeitskirche
Die Trauung von Maria und Georg von Trapp wurde in der Basilika St. Michael in Mondsee gedreht, rund eine halbe Stunde mit dem Auto östlich von Salzburg. Die gelbe Barockfassade am Marktplatz ist sofort wiederzuerkennen, und der Ort mit seiner Seepromenade ist eine sanfte Kulisse für Paar- und Verlobungsfotos.
Die Basilika ist eine aktive Pfarrkirche. Vor der Kirche lässt sich problemlos fotografieren; im Inneren braucht es die Zustimmung der Pfarre, und Messen oder Betende dürfen nicht gestört werden. Wer heiraten möchte, kann hier natürlich auch kirchlich getraut werden – die Details klärt man direkt mit der Pfarre.
Werfen und die Almwiesen aus „Do-Re-Mi“
Der Beginn von „Do-Re-Mi“ – das Picknick auf der Bergwiese – wurde nicht in der Stadt gedreht, sondern bei Werfen, rund eine halbe Stunde südlich von Salzburg. Im Hintergrund thront die Burg Hohenwerfen, rundherum ziehen sich Almwiesen und die Felswände des Tennengebirges. Für Paare, die neben Barock auch Bergkulisse wollen, ist das eine wunderschöne Ergänzung.
Die Wiesen werden landwirtschaftlich genutzt und sind teilweise Privatgrund. Bleiben Sie auf Wegen, betreten Sie keine frisch gemähten oder eingezäunten Flächen und respektieren Sie Weidetiere. Eine ortskundige Fotografin kennt Plätze, an denen man mit Rücksicht auf die Bauern fotografieren kann.
Werfen lässt sich gut mit einem Nachmittag in Hellbrunn kombinieren, das auf dem Weg liegt. Für eine Hochzeit oder Verlobung mit Sound-of-Music-Bezug ergibt das eine runde Geschichte: Stadt am Vormittag, Berge am Nachmittag, und am Abend vielleicht noch der Blick über den Leopoldskroner Weiher.
So planen Sie die Route
Bewährt hat sich: Sonnenaufgang im Mirabellgarten, dann zu Fuß über den Mozartsteg zum Residenzplatz und hinauf Richtung Nonnberg. Anschließend mit Auto oder Bus nach Hellbrunn zum Pavillon. Leopoldskron vom Weiherufer passt am besten in den Abend, Mondsee ist ein eigener Halbtagesausflug oder ein Stopp auf dem Weg ins Salzkammergut.
Sagen Sie der Fotografin, ob Sie Szenen spielerisch nachstellen möchten – Sprünge auf den Stufen, eine Drehung im Park – oder einfach schöne Bilder an den Originalschauplätzen wollen. Zarte Blau-, Grün- und Cremetöne passen gut in die Gärten; ein Dirndl oder Trachtenjanker ist eine charmante Anspielung auf den Film.
Beste Jahres- und Tageszeit
Im Frühling und Frühsommer stehen die Beete im Mirabellgarten in voller Pracht. Der Herbst ist ruhiger und hat weiches Licht, im Advent kommen Lichter und Märkte in der Altstadt dazu. Im Sommer, besonders während der Festspielzeit, ist am meisten los – dann lohnt sich ein früher Start doppelt.
Unabhängig von der Jahreszeit gehören die ersten Stunden nach Sonnenaufgang den Gärten, der Abend dem Weiher von Leopoldskron und dem Salzachufer. Wenn Sie Ihre eigene Geschichte an diesen Orten festhalten möchten, schicken Sie uns gerne eine Anfrage.



