Erst der Ort, dann das Outfit

Dasselbe Outfit wirkt vor barocken Fassaden ganz anders als auf einem Gipfel oder am Seeufer. Fragen Sie Ihre Fotografin oder Ihren Fotografen deshalb zuerst, wo fotografiert wird und wie das Licht sein wird. Dann ziehen Sie sich so an, als würden Sie dorthin gehören – nur einen Hauch eleganter als im Alltag.

Eine gute Faustregel: Tragen Sie etwas, in dem Sie an diesem Ort gern schön essen gehen würden. Wer sich wohl fühlt, sieht auf jedem Bild entspannter aus. Kleidung, die ständig zurechtgezupft werden muss – rutschende Träger, neue, drückende Schuhe, ein Sakko, das spannt –, lenkt vom Moment ab.

Probieren Sie alles ein paar Tage vorher an, auch die Schuhe, und bewegen Sie sich darin: hinsetzen, ein paar Schritte gehen, umarmen. Prüfen Sie Farben bei Tageslicht, weil manche draußen anders wirken. Bügeln oder dämpfen Sie, was es braucht, und nehmen Sie eine Fusselrolle mit – dunkle Wolle zieht alles an.

Fotoshooting in Wien und Salzburg

Kaiserliche Architektur, Kaffeehäuser und Altstadtgassen vertragen zeitlose, leicht elegante Kleidung: ein Midikleid oder eine gut geschnittene Hose, ein schöner Mantel, ein Strickpulli, gepflegte Lederschuhe. Ruhige Töne wie Camel, Navy, Oliv, Creme und Bordeaux stehen hellem Stein und ockerfarbenen Fassaden besonders gut.

Denken Sie an das Kopfsteinpflaster. Stilettos sind in der Salzburger Altstadt und in der Wiener Innenstadt riskant; Blockabsätze, Loafer, Stiefeletten oder elegante Ballerinas sind deutlich angenehmer. Meist geht man zwischen den Spots einige Minuten zu Fuß, Bequemlichkeit ist also Pflicht.

Im Winter ist ein langer Wollmantel in einem warmen Naturton das vielseitigste Stück für Stadtfotos. Er rahmt das Gesicht, passt zu fast allem darunter und wirkt vor Schnee genauso gut wie unter grauem Himmel.

In den Bergen: rund um Innsbruck und in Tirol

Am Berg kann das Wetter innerhalb einer Stunde umschlagen, und es ist fast immer kühler als im Tal. Setzen Sie auf das Zwiebelprinzip: eine dünne Basisschicht, Strick oder Flanell darüber und eine Jacke, die farblich zum Rest passt. Knallige Funktionskleidung lieber im Rucksack lassen, außer sie soll bewusst ins Bild.

Schuhe sind hier wichtiger als überall sonst. Gehen Sie in richtigen Wanderschuhen und packen Sie schönere Schuhe ein, falls das Outfit es verlangt. Ihr Fotograf weiß, ob der Spot ein kurzer Spaziergang von der Bergstation ist oder eine echte Wanderung.

  • Erdige Töne: Rost, Tannengrün, Senfgelb, Creme, Denim
  • Strukturen wie Wolle, Leinen und Strick wirken auf Fotos lebendig
  • Hut oder Schal hilft bei Wind am Grat und sieht natürlich aus
  • Sonnenbrille und Sonnencreme für Pausen, für die Fotos absetzen

Am See, zum Beispiel in Hallstatt

Am Wasser lebt ein Shooting von Bewegung: ein fließendes Kleid, ein Leinenhemd, hochgekrempelte Ärmel. Zartes Blau, Weiß, Salbei und Altrosa greifen die Farben von See und Himmel auf. Am frühen Morgen, wenn es in Hallstatt noch ruhig ist, kann es auch im Juli frisch sein – eine leichte Jacke gehört mit.

Uferwege sind oft geschottert, Stege aus Holz. Sandalen mit gutem Halt oder schlichte Sneaker passen, und für einen barfüßigen Moment am Steg können Sie sie ausziehen, wenn es sicher ist.

Welche Farben und Muster wirken auf Fotos?

Uni-Farben und feine Strukturen sehen fast immer besser aus als laute Prints. Kleine, enge Muster können auf Fotos flimmern, große Logos oder Schriftzüge ziehen den Blick weg vom Gesicht. Reines Weiß und tiefes Schwarz verlieren bei starker Sonne leicht Details; Offwhite, Elfenbein, Anthrazit und Dunkelblau sind dankbarer.

Paare sollten sich ergänzen, nicht gleich anziehen. Wählen Sie eine Palette aus zwei oder drei Tönen und tragen Sie sie unterschiedlich. Ein gemustertes Kleid und ein schlichtes Hemd, das eine Farbe daraus aufnimmt, ist eine klassische Kombination, die nie gestellt wirkt.

Kleidung nach Jahreszeit

Frühling und Herbst sind perfekt fürs Lagenprinzip: Mäntel, Schals und Strick sehen schön aus und halten bei einem längeren Shooting warm. Im Sommer sind atmungsaktive Stoffe gefragt, und man plant besser nicht in der größten Mittagshitze. Für Wintershootings, vom verschneiten Dorf bis zum Christkindlmarkt, braucht es einen warmen Mantel, in dem Sie sich auch fotografieren lassen wollen, dazu Handschuhe und Haube in passenden Farben.

Bei längeren Sessions lohnt sich ein zweites Outfit. Ein Wechsel zur Halbzeit – vom Stadtlook zu etwas Lässigerem für Park oder Land – bringt mehr Abwechslung in die Galerie.

Dirndl und Lederhose: Tracht beim Shooting

Tracht kann eine wunderschöne Wahl sein, gerade in Salzburg, im Salzkammergut oder in Tirol, wo sie zu Festen nach wie vor getragen wird. Wer Dirndl oder Lederhose anziehen möchte, wählt am besten ein gut gemachtes Stück statt eines Kostüms und trägt es so, wie man es hier zu einem Fest tut.

In Trachtengeschäften berät man Sie gern zu Passform, Bluse und Schürze. Pflicht ist Tracht natürlich nicht: Die natürlichsten Bilder entstehen oft in Kleidung, die Sie auch sonst gern tragen. Für Familien- oder Verlobungsfotos am Land wirkt ein dezentes Trachtenteil, etwa eine Strickjacke oder ein Leinenhemd, oft stimmiger als ein komplettes Gwand.

Familienfotos: abgestimmt statt uniform

Gleiche Outfits für die ganze Familie wirken schnell altmodisch. Besser: eine Farbpalette festlegen, aus der sich jede und jeder bedient. Beginnen Sie mit dem Stück, das am schwersten zu ersetzen ist – oft ein gemustertes Kleid – und stimmen Sie die anderen darauf ab.

Kinder sollten laufen, am Boden sitzen und ein bisschen klettern können. Packen Sie Wechselgewand, Jause und das Lieblingsspielzeug ein, und lassen Sie das Shooting in ihrem Tempo laufen. Sagen Sie uns, wo und wann Sie fotografiert werden möchten – wir vermitteln Ihnen Fotografen, die Sie auch beim Outfit für den Ort beraten.