Warum der Adventmarkt so eine schöne Kulisse ist
Wer in Österreich lebt, verbindet die Adventzeit mit Punschstand, Maroni und Lichterketten. Genau diese Stimmung macht den Christkindlmarkt zu einer besonderen Fotokulisse: warmes Licht mitten in einem kalten, dunklen Abend – das gibt es sonst das ganze Jahr nicht.
Gleichzeitig hilft die Atmosphäre beim Entspannen vor der Kamera. Ein warmes Häferl in der Hand, gemeinsames Lachen in der Kälte, Stöbern zwischen Christbaumschmuck – daraus entstehen natürliche Momente, und die vielen kleinen Lichter im Hintergrund erledigen den Rest. Ideal für Paarfotos, Familienbilder für die Weihnachtskarte oder sogar einen Heiratsantrag.
Wann haben die Adventmärkte geöffnet?
Die meisten Märkte öffnen um Mitte November und laufen bis rund um Weihnachten; manche schließen am 24. Dezember, einige bleiben etwas länger offen, mancherorts folgt ein Silvestermarkt. Termine und Öffnungszeiten ändern sich jedes Jahr und sind von Markt zu Markt verschieden – prüfen Sie also die aktuelle Saison, bevor Sie einen Termin fixieren.
Für Fotos sind die Wochen vor dem ersten Adventsonntag oft entspannter als Mitte Dezember. Unter der Woche ist deutlich weniger los als am Freitagabend oder am Wochenende.
Besonders voll wird es am 8. Dezember, dem Feiertag Mariä Empfängnis, an dem viele Menschen frei haben und Gäste aus den Nachbarländern anreisen, sowie an den Samstagen vor Weihnachten. Wer an diesen Tagen fotografieren möchte, plant mehr Zeit ein und sucht sich bewusst kleinere Märkte oder die ruhigeren Ränder der großen Plätze aus. Ein Werktag Ende November ist dagegen oft fast entspannt – die Stände sind neu, die Lichter frisch, und man kommt ohne Gedränge zu schönen Bildern.
Tipp für Einheimische: Viele kleinere Märkte in Innenhöfen, vor Kirchen oder in den Bezirken sind nur an einzelnen Wochenenden geöffnet. Sie sind oft ruhiger und sehr stimmungsvoll, die Termine sollte man aber besonders genau prüfen.
Die fotogensten Adventmärkte in Wien
Wien hat unzählige Märkte mit ganz unterschiedlichem Charakter. Wählen Sie einen, der zur gewünschten Stimmung passt, statt an einem Abend mehrere abzuklappern.
- Schönbrunn: Stände vor der gelben Schlossfassade, elegant und großzügig.
- Rathausplatz: der große Wiener Christkindlmarkt vor dem Rathaus, mit beleuchteten Bäumen im Park – eindrucksvoll, aber voll.
- Spittelberg: Stände in engen Biedermeiergassen, gemütlich und intim.
- Belvedere: vor dem Oberen Belvedere, mit Spiegelung im Teich.
- Karlsplatz: Kunsthandwerksmarkt vor der beleuchteten Karlskirche.
- Freyung und Am Hof: traditionelle Märkte auf Altstadtplätzen, klein und charmant.
Salzburg und Innsbruck: Advent mit Bergkulisse
In Salzburg erstreckt sich der Christkindlmarkt über Dom- und Residenzplatz, darüber thront die beleuchtete Festung – eine der stimmungsvollsten Kulissen des Landes. Der Adventmarkt im Hof von Schloss Hellbrunn ist ruhiger und besonders schön für Familien, der Markt beim Mirabellplatz ergänzt das Angebot.
In Innsbruck liegt der Altstadtmarkt direkt unter dem Goldenen Dachl, umgeben von bunten Bürgerhäusern. Der Markt am Marktplatz am Inn hat Fluss und Nordkette als Kulisse; an klaren Tagen leuchten die verschneiten Gipfel über der Stadt. Ein Shooting am späten Nachmittag beginnt mit Bergblick und endet im vollen Lichterglanz.
Licht und Uhrzeit: zur blauen Stunde starten
Der beste Moment ist die blaue Stunde. Im Dezember geht die Sonne in Wien gegen vier Uhr nachmittags unter, im Westen etwas später. Wer kurz vor Sonnenuntergang beginnt, bekommt die Marktlichter vor tiefblauem Himmel – die schönste Kombination und viel leichter zu fotografieren als schwarze Nacht.
Ist es ganz dunkel, werden die Lichter der Stände zur Hauptlichtquelle. Die Fotografin positioniert Sie so, dass der Schein eines Standes oder Christbaums auf Ihr Gesicht fällt, und arbeitet eventuell mit einem kleinen, dezenten Licht. Planen Sie etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang ein – bevor der Abendandrang seinen Höhepunkt erreicht.
Andrang, Rücksicht und Kälte
Adventmärkte sind belebte öffentliche Orte, und die Stände sind Arbeitsplätze. Posieren Sie nicht lange direkt vor der Budel, fragen Sie die Standler, bevor Sie sie fotografieren, und halten Sie die Ausrüstung kompakt. Eine ortskundige Fotografin kennt die ruhigeren Ränder und Ecken mit schönen Lichtern, an denen niemand im Weg steht.
Und dann ist da die Kälte: Ende November und im Dezember liegen die Abendtemperaturen oft um oder unter dem Gefrierpunkt, in Innsbruck und Salzburg erst recht. Warme Schichten unter einem guten Mantel, Thermostrumpfhose, wasserfeste Stiefel und Handschuhe, die sich schnell ausziehen lassen, sind Pflicht. Taschenwärmer und ein heißer Punsch zwischendurch sorgen dafür, dass Sie entspannt statt verfroren aussehen.
Familienshooting am Adventmarkt mit Kindern
Für Familien ist der Adventmarkt eine wunderbare Kulisse – vorausgesetzt, das Timing passt. Kleine Kinder sind am späten Nachmittag oft schon müde, und nach Einbruch der Dunkelheit wird es schnell kalt. Starten Sie daher eher früh, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, und halten Sie das Shooting kurz.
Märkte mit Platz und Programm für Kinder eignen sich besonders: Viele haben ein Karussell, eine Krippe, Bastelstationen oder Tiere zum Anschauen. Solche Stationen sorgen für echte, fröhliche Momente, ohne dass jemand stillhalten muss. Ein Kinderpunsch, ein Lebkuchenherz oder das gemeinsame Aussuchen eines Christbaumanhängers geben den Bildern Geschichte.
Packen Sie Ersatzhandschuhe, Taschentücher und eine Kleinigkeit zum Naschen ein, und planen Sie eine Aufwärmpause in einem nahen Kaffeehaus ein. Die Fotos für die Weihnachtskarte entstehen am besten in der ersten Hälfte der Adventzeit, damit genug Zeit für Auswahl und Druck bleibt.
Was zieht man zum Adventmarkt-Shooting an?
Satte, warme Farben wirken vor den Lichtern am besten: Bordeaux, Tannengrün, Camel, Creme und Dunkelblau. Strick, Wollmäntel, Schals und Hauben bringen Gemütlichkeit ins Bild. Verzichten Sie auf sehr unruhige Muster und große Logos, und stimmen Sie sich farblich ab, ohne ganz gleich angezogen zu sein.
Ein Requisit, das die Geschichte erzählt, macht die Bilder persönlich – ein Punschhäferl, ein kleines Geschenk oder ein Stanitzel Maroni. Wenn Sie am Markt einen Antrag planen, sagen Sie der Fotografin, welchen Stand oder welche Ecke Sie im Kopf haben. Wenn Ihnen das gefällt, schicken Sie uns gerne eine Anfrage mit Stadt und Wunschtermin.



